Sonntag, 1. Juli 2018

Hallo meine lieben Freunde,

ein neuer Roman am Bücherhimmel - diesmal über die Medizin - spannend und anregend - 

DIE CHARITÈ 

von Ulrike Schweikert. Sehr lesenswert - lest selbst, was ich dazu zu sagen habe:



„Die Tage waren so angefüllt mit Arbeit und Entscheidungen. Sie lief treppauf, treppab, trug Essen hin und her, schleppte Wasser, wechselte Verbände und wusch Patienten. Sie half bei Operationen und wachte bei Sterbenden, erlebte Schmerz und Trauer, Verzweiflung, aber auch Glück und Erleichterung.“ Dieses Zitat von S. 421 stelle ich hier an den Anfang, es beschreibt sehr gut den Alltag und mehr der Krankenwärterinnen und –wärter der Charité, wie sie damals genannt wurden.
Vor der authentischen Kulisse der Stadt  Berlin von 1831 und den Folgejahren entwickelt Schweikert ihr faszinierendes Bild der damaligen Zeit. Nicht nur um die Charité allein geht es in dieser fesselnden Geschichte.  Viele Persönlichkeiten haben ihren Auftritt oder werden namentlich erwähnt wie z. B. der Dichter Heinrich Heine, dann Napoleon Bonaparte, der Philosoph Georg Friedrich Wilhelm Hegel, Minister von Stein, dessen Reformen die finanziellen Verhältnisse der Charité empfindlich stören, die Brüder Humboldt, Rahel Varnhagen und nicht zuletzt Friedrich Wilhelm III. All diese Erwähnungen tragen dazu bei, dass das Szenario lebendig und echt erscheint. Sie alle spielen mit in dieser Versammlung von Persönlichkeiten, die den  Hintergrund bilden für die Geschichten aus dem Leben der  Protagonisten, die hier die Handlung vorantreiben und „Sternstunden der Medizin“ erleben dürfen. Die politischen Verhältnisse werden angerissen.  Wie die Menschen vor dieser Kulisse handeln, durch die Umstände gezwungen, wird eindringlich dargestellt. Da ist Prof. Dieffenbach, ein hervorragender Chirurg seiner Zeit, der vielen Menschen half,  Gesichtsentstellungen wie Hasenscharte oder Wolfsrachen zu normalisieren. Er war auch Vorreiter der Augenoperation beim Schielen und anderer mehr. Er teilt ein Geheimnis mit der Hebamme Vogelsang, die aus ärmlichsten und leidvollen Verhältnissen das Ihre tut, das Leiden armer schwangerer Frauen zu lindern. Elisabeth, ihre Freundin, wird Krankenwärterin in der Charité. Umgeben von anderen Wärterinnen, die mitleidlos und ohne Fachkenntnis roh die Kranken versorgen, zeigt sie sich bald als herausragende  Wärterin, die ihre Kritik an den Verhältnissen  nicht versteckt, sondern mutig vertritt. Ihr größter Wunsch, selbst Ärztin zu werden, lässt die Zeit, in der sie lebt, nicht zu. Sie besitzt bald eine Vorrangstellung durch ihr auffallendes Engagement, das ihr oft den Neid und die Missgunst anderer Wärterinnen einträgt. Diese Wärterinnen sind hauptsächlich unausgebildete Frauen und Männer mit geringer Schulbildung, die den Patienten anstatt mit Empathie mit grobem und herzlosem Jargon entgegentreten.
Aus Elisabeths  Vorschlägen und  Gesprächen Professor Dieffenbachs mit seiner Patientin und Freundin Gräfin Ludovica, reift der Plan, eine Krankenwärter Pflegeschule zu gründen und Personal mit Fachkenntnissen zu auszubilden. 
Manche Szenen und Beschreibungen der vergangenen Verhältnisse der medizinischen Forschung lassen einen schaudern und fragen, wie haben es Patienten sowie ihre Ärzte und Wärterinnen bloß ertragen können? Die Beschreibungen der Operationen ohne Narkose! im Hörsaal vor den Studenten erinnern an alte Gemälde, besonders an das von Rembrandt „The Anatomy Lesson of Dr. Nicolaes Tulp“. Mehrere starke Männer, Arztkollegen,  hielten die Patienten fest, damit die Chirurgen die Schnitte ausführen konnten. Die Intensität der Darstellungen vom Vorgehen der Ärzte und Krankenwärter zur Zeit des damaligen Standes der Medizin sind meisterlich und zeigen Schweikerts Begabung, intensivste Emotionen wiederzugeben. Die Beengtheit der Krankensäle, die entsetzlichen Krankheiten und Seuchen, die fast nicht vorhandene Belüftung, die Dunkelheit der Flure – und darin Menschen, die das tun, was in ihrer Macht steht, zu lindern und Leben zu retten.  Die Mischung zwischen wissenschaftlichen Entwicklungen und Erkenntnissen der damaligen Zeit und den persönlichen Erlebnissen der Protagonisten ist ausgewogen und lässt nicht los. Auch Liebesbeziehungen werden eindringlich geschildert, oft sind Verzweiflung und Enttäuschung den damaligen gesellschaftlichen Verhältnissen geschuldet.  Die Handlung wird vorangetrieben. Dichtung und Wahrheit sind hier ausgewogen, die Beweggründe und Befindlichkeiten der Persönlichkeiten die damals lebten, überzeugen – ja, so könnte es gewesen sein, denken sich die Leser. Schweikert geht darauf näher in ihrem Nachwort ein und benennt viele ihrer Quellen.
Es sind zu Herzen gehende Geschichten, die diesen Roman ausmachen und uns in ihrer klugen Verflechtung einen Zeitspiegel vorhalten, der uns berührt, zum Staunen bringt, manchmal auch bis an die Grenzen des Erträglichen führt – so - wenn die verschiedenen Stationen der Charité vorgeführt werden, die uns das ganze Elend der kranken und gequälten Patienten vorführt. Das Ringen der Ärzte um die richtigen Therapien, ihre oft verzweifelte Suche danach. Die Medizin ist einen weiten Weg gegangen, einen schweren Weg, der Opfer forderte auf Seiten der Patienten und der Ärzte.
Es ist ein Buch, das  berührt und dankbar stimmt, dass wir nicht in dieser Zeit leben mussten. Was Menschen leisteten, die Arbeiter, die Bürger, die Bauern, die Wissenschaftler, auch manche Politiker – sie werden hier lebendig gemacht. Der Medizin wird hier ein weiteres lebendiges Denkmal gesetzt, dem ich viele Leserinnen und Leser wünsche.




Mittwoch, 30. Mai 2018

Hallo liebe Freunde,

eine neue Empfehlung für Euch hier:

Mystery im Eliteinternat



Von der ersten Seite an tauchen wir ein in eine sehr spannende Mystery Geschichte. Sie ist gleichzeitig historisch, romantisch, hat Züge eines Thrillers Eine äußerst ungewöhnliche Geschichte, die viele Genres bedient. Dies ist einer der Romane, wo der Leser bald mehr weiß als die Protagonistin, die Lehrerin Caytlin. Sie ist mit ihrem Leben nicht glücklich, bald wird sie  vor großen Umwälzungen stehen.  Gleich zu Anfang werden uns zahlreiche Personen vorgestellt. Die Handlung springt hin und her zwischen vergangenen Zeiten, der Nazizeit,  dem heutigen London,  Wales und Deutschland. Die Erzählperspektive wechselt zwischen Ich-Erzählerin, Briefen aus der Vergangenheit und personaler Perspektive. Spannung wird aufgebaut, an unerwarteten Wendungen fehlt es nicht, die story rast vorwärts in ihrem Erzähltempo -  wir werden mitgerissen und sind aufgefordert, uns zu orientieren, die vielen Charaktere einzuordnen. Da ist Caytlins Familie, ihr Vater und ihr Bruder, beide Ärzte. Ihre Mutter kam auf sehr mysteriöse Weise ums Leben. Ihr Verlobter Daniel,  der bald heiraten möchte und Caytlin in der Firma, bei der er arbeitet, unterbringen möchte. Bei einem Spaziergang in einem Londoner Park wird sie Zeugin, wie ein Mann vor ihren Augen zusammenbricht. Sie leistet Erste Hilfe, bald wird ihr assistiert von einem Fremden, der wie aus dem Nichts auftaucht.
Danach ändert sich wenn nicht alles, sondern sehr Vieles für Caytlin. Sie ändert ihre Pläne und folgt der Einladung ihres Patenonkels  Emrys,  an einer Eliteschule in Wales als Lehrerin einzusteigen, damit gibt sie den Job bei einer bekannten Versicherung auf, wo ihr Verlobter arbeitet. Nach und nach entfaltet sich die Story, mit ihrer Ankunft im Internat hält das Schicksal neue Würfel für sie bereit. Spannende Interaktionen mit den Bewohnern des Internats beginnen – und sie trifft den Unbekannten aus dem Park wieder. Er entpuppt sich als Schuldirektor Lord Scratby und beginnt, eine wichtige Rolle in Caytlins Leben einzunehmen.
Zwischen den Kapiteln sind immer wieder Briefe von unbekannten Personen aus der Nazizeit eingestreut. Caytlins Großmutter Karoline war Deutsche und wir erfahren nach und nach so einiges  darüber, was sie erlebt hat. Es dauert lange, ehe man einen Clou bekommt, welches Spiel hier gespielt wird. Das alles ist verpackt in einer wunderbaren, geschichtsträchtigen Gegend, dem beeindruckenden jahrhundertealten Internat und seinem Layout, dicht am Meer.  Die Schleife auf der Verpackung, die es zu entwirren gilt, zeigt uns die erstaunliche Beziehung zwischen Caytlin und dem Schuldirektor, Lord Scratby und mehr.
Den  Stil der Autorin Emma Finch bezeichne ich als hochphantasievoll, eindringlich, bildhaft, die Geschichte ist leicht zu lesen, wenn man sich einmal eingelesen hat. Der Bezug zur deutschen Vergangenheit wirft neue Lichter darauf, in welchem Sumpf sich die Diktatur Deutschlands im Dritten Reich bewegte.  Er fügt sich ein in die vielen Reportagen des investigativen Journalismus der letzten Jahrzehnte. Dieser Beitrag eingebettet in Fiktion hat seinen Platz gefunden. Ich wünsche dem Roman viele LeserInnen.



Mittwoch, 14. Februar 2018

Hier empfehle ich Euch den neuen booksnack "Klavierstunde" von Joan Weng:

„Klavierstunde“
Samt und Spitze
Diese Kurzgeschichte von Joan Weng erfüllt sämtliche Kriterien, die man von einer Kurzgeschichte erwartet. Welche das sind, erklärt der Verlag in einer Einführung sehr schön. Diese Idee, die Leser noch ein wenig vorzubereiten - auf das, was sie erwartet, gefällt mir sehr gut.
Joan Wenig versteht es meisterhaft, durch die kleinen (weil Kurzgeschichte), eingestreuten Cliffhanger große Spannung zu erzeugen. 

Die Charaktere sind überzeugend gezeichnet durch das was sie tun: die Mütter sprechen sich mit „meine Teure“ an, trinken gemeinsam Kaffee und organisieren Veranstaltungen. Nur Frau Zeidler führt ein anderes Leben, und ihr für damals ungewöhnlicher Name "Vicky" zeigt es an. Joan Weng zieht alle Register, die einen Text spannend machen und die Leser bei der Stange halten. Sie platziert kleine vorausschauende Bemerkungen ein wie „und dabei ahnten sie ja nicht im Entferntesten, was noch kommen würde.“
So geht es weiter, die Beschreibungen der 50er-Jahre Kulissen, die an der Puppe Romy gezeigt werden, sowie an dem grünen Samtkleid mit Spitzenkragen und –manschetten stimmen  in jedem Detail. Der langhaarige Pianist verwirrt die Spießer und gibt zu vielen Vermutungen Anlass. Die erste Liebe der Erzählerin zu ihrem Klavierlehrer geht ans Herz sowie das Verhalten der grausamen Schülerinnen, die der Mathelehrerin das Leben vergällen.
Die Geschichte steigert sich immer weiter zum Finale, die Spannung wird kunstvoll aufgeladen, „an das, was danach kam, kann ich mich nur noch verschwommen erinnern.“ Gerade, wenn man sich vorstellt, was nun noch kommen wird und sich freut, es erzählt zu bekommen…ja was geschieht dann? Lest selbst, damit es hochspannend bleibt.
Diese Kurzgeschichte ist ein Meisterstück, sie enthält im Ungesagten genauso viel wie im Gesagten. Sie erinnert an Fontanes „Effi Briest“, an Flauberts „Madame Bovary“- Sie wirft Fragen auf, die selbst Philosophen oder Juristen nur sehr schwer beantworten können, wenn überhaupt.

Sonntag, 5. November 2017

Liebe Freunde,

endlich hört Ihr mal wieder von mir. Ich hoffe, es geht allen gut und ihr seid wunderbar in den Herbst gekommen.

Mit Amina geht es weiter. Ich mache mit beim NaMoWriMo und da habe ich jetzt den Einstieg gefunden.

Amina und Marco sind nun in Amsterdam angekommen. Hier seht Ihr den Anfang...lest hinein und wer mag, gibt mir feedback:

Liebste Grüße von Gerwine


„Dem Aufrichtigen geht die Ehre vor dem Reichtum“
Rembrandt Harmenszoon van Rijn (1606 – 1669)


Prolog

Wir treffen Amina auf höchst ungewöhnliche Weise wieder, die mit ihrem Ehemann Marco die Reise nach Amsterdam geschafft hat, den Weg gefunden, größtenteils zu Fuß…den Zeiten des Krieges  geschuldet, zwischendurch auch mal mit Kutschen.1632 verließen sie Seligenstadt am Main, Amina nun frei als Marcos Ehefrau, der Mörder Arnulf von Edens war gefunden worden und Amina schuldlos.  Immer auf der Hut, denn es ist eine gefährliche Reise und sehr unsichere Zeiten. Die Niederlande hatten jahrelang Krieg mit Spanien geführt, 1632, als Amina und Marco Seligenstadt verließen, begannen endlich Verhandlungen zwischen Spanien und den Niederlanden.  Dennoch zog sich der Krieg weitere 16 Jahre hin. Soldaten und Räuber waren überall zu finden, besonders auf dem Land besaßen sie Verstecke und überfielen Reisende. Amina und Marco zogen in den Norden der Niederlande, also nach Brabant. Die nördlichen Niederlande sahen die südlichen als Bollwerk gegen das starke Frankreich. Eine Einigung mit Spanien würde dieses Konzept festigen. Die Bevölkerung lebte also in einem Krieg, der sie zwar nicht so tangierte wie die Kriegshandlungen in Deutschland die Bevölkerung drangsaliert hatte, aber die Spaltungen zwischen Katholiken und Calvinisten sowie die Diskussion über den Waffenstillstand bewegten die Bevölkerung, zumal dieses Problem an den Universitäten des Landes kontrovers diskutiert wurde.
Friedrich Heinrich war der Statthalter Amsterdams geworden, nachdem sein Bruder Moritz von Oranien gestorben war. Heinrich war innen- und außenpolitisch so erfolgreich, dass 1632 Verhandlungen mit Spanien begonnen werden konnten.
Rembrandt van Rijn wohnte ein Jahr später, 1633, im Haus des Kunsthändlers Hendrik van Uylenburgh.  Er hatte zwei Gemälde für Friedrich Heinrich, den Statthalter, beendet. Im Haus dieses Kunsthändlers lernte er Saskia von Uylenburgh kennen, eine Cousine Hendriks. Rembrandt war also in einem glücklichen Zustand der Verliebtheit, als Amina und Marco bei ihm vorsprachen. Bald sollte die Verlobung zwischen Rembrandt van Rijn und Saskia von Uylenburgh stattfinden, am 5. Juli 1633.

Amina und Marco hatten es in die Stadt Amsterdam geschafft, im Frühjahr 1633 erreichten sie es. Sie erlebten eine Stadt voller Leben, viele Menschen trugen saubere, farbenprächtige Kleider, glänzende Stoffe in Längen, die auf der Straße schleppten. Es war die arbeitende Bevölkerung, die sie sahen, Mägde, die zum Markt strebten, Hausfrauen, die eine Besorgung zu machen hatten, die keine Magd erledigen konnte oder sollte – trotz der Arbeit schwangen die Röcke weit, die Kragen breiteten sich ausladend über Schultern von Frauen und Männern. Amina staunte, diese Pracht hatte sie selbst im Haus der von Edens in Hörstein nie gesehen. Sie selbst trug ihre Hose und eine Spitzenbluse, darüber eine braune warme, weite Jacke, genau wie Marco, sie hatten sich unterwegs auf ihrer Reise diese Sachen gekauft, so dass sie es bequem hatten. Ihr Haar, das sie für die Flucht abgeschnitten hatte, war gewachsen und ringelte sich auf ihren Schultern. Ihr Gesichtsausdruck war offen und freundlich. Marco war groß und kräftig, er trug seine Malutensilien und einen Reisesack, manchmal noch Aminas dazu. Beide waren müde nach der langen Strapaze, doch sie hatten immer wieder unterwegs ein Bett gefunden und die letzte Nacht in einem Gasthof in einem Vorort Amsterdams gefunden, wo sie sich frischmachen konnten und einen guten Eindruck machen würden, auf der Suche nach Rembrandt.
Sie fragten sich zu Rembrandt durch. Als sie vor dem Haus standen, klopften ihre Herzen.

Marco bediente den Türklopfer, golden auf grünem Grund. Langsam öffnete sich die Tür. Eine junge Frau mit gestärkter weißer Haube und einem freundlichen Gesicht öffnete. Blondes Haar schaute aus der Haube vor. Ihre strahlend weiße Bluse bedeckte eine himmelblaue Schürze über einem dunkelblauen in weiten Falten fallenden Rock. Sie blickte fragend auf die beiden.
„Wir suchen Herrn Rembrandt van Rijn! Wohnt er hier!“
„Wen darf ich melden?“ fragte sie.
„Marco und Amina Lanzetti aus Deutschland, bitte!“
„Wartet hier bitte!“ Sie schließt die Tür und die beiden schauen sich an.
Sie warten eine Weile, dann öffnet sich die Tür wieder und die junge Frau hebt den Arm und winkt sie herein.
„Bitte folgt mir!“ Sie geht durch einen langen Flur, an dessen Wänden Gemälde hängen. Vor einem Raum mit offener Tür bleibt sie stehen und kündigt die beiden an. In einem großen Sessel sitzt ein junger, kräftiger Mann. Dunkle halblange Locken fallen um sein Gesicht. Er steht auf und schaut ernst auf die beiden, seine vollen Lippen lächeln,  er streckt seine Hand aus und schüttelt beiden die Hände.
Marco  ist aufgeregt, aber trägt Rembrandt ruhig vor, dass sein Lebenstraum sei, bei ihm Lehrling zu werden.
„Darf ich?“ und als Rembrandt nickt,  zieht er seine Mappe vor, er zeigt ihm seine Bilder, entrollt Leinwände, berichtet über sein und Aminas Leben und stellt sie ihm als seine Frau vor.
Rembrandt konnte nicht glauben, was er sah. Ein Paar, das kilometerweit nach Amsterdam gekommen war, um bei ihm, Rembrandt vorzusprechen. Er sah zwei, die auf einen Strohhalm hofften, die sich so sehr wünschten, Ruhe zu finden und zu arbeiten. In diesen Zeiten. Er erklärte ihnen, dass er nicht in seinem eigenen Haus wohnte und ihnen nichts bieten konnte außer einem kleinen Raum neben seinem Atelier und Verpflegung. Er fragte Amina, ob sie schwanger sei. Sie verneinte errötend. Dann erzählte er ihnen von seiner bevorstehenden Verlobung und fragte Amina, ob sie sich vorstellen könne, Saskia beizustehen, seiner zukünftigen Frau. Ihre eigene Dienerin sei gerade niedergekommen und könne sich nicht vorstellen, mit Saskia nach Amsterdam zu kommen.
„Ein Wunder ist geschehen,“ flüstert Amina dankbar, kniet nieder und will Rembrandt die Hand küssen. Er entzieht sie ihr und hilft ihr auf.
Marco Lanzetti wird sein Lehrling. Er zeigt ihm persönlich die Kammer, wo er mit Amina wohnen kann. Die Verlobungsvorbereitungen nehmen ihren Lauf. Saskia erwies sich als umgängliche Herrin. Sie war freundlich und nicht allzu launisch. Die ersten Wochen zeigten sich als sehr anstrengend, für Marco und auch für Amina. Beide lernten niederländisch, indem sie die neuen Wörter aufschnappten und in ihrem Gedächtnis bewahrten. Sie konnten ihr Glück kaum fassen. 



Samstag, 15. Juli 2017

Liebe Freunde,

heute stelle ich Euch den neuen Roman von Astrid Fritz vor: "Die Räuberbraut".


In „Die Räuberbraut“ führt uns Astrid Fritz in den Hunsrück, zurück in die Zeit, als die 
Franzosen die  Gegend an der Nahe besetzten und die Menschen drangsalierten.  Auch Johannes Bückler, von den  Franzosen Jean Buckler genannt, lebte hier, weit über die Grenzen des Hunsrück hinaus bekannt als  „Schinderhannes“ oder auch als „der deutsche Robin Hood“.


Juliana ist die Räuberbraut, gern zieht sie mit ihm mit. Dadurch entflieht sie auch der Armut 

ihres Elternhauses und der ewig klagenden und keifenden Mutter…





Samstag, 17. Juni 2017

Liebe Freunde,

es ist schon länger her, dass Ihr von Amina gehört habt. Amina ist jetzt unterwegs. Wir schreiben das Jahr 1632, ein Jahr voller Ereignisse im Haus der Familie von Eden, im Haus von Bastian und Martha, im Kloster in Seligenstadt und im Leben von Amina und Marco. 

Sie sind auf dem Weg in die Niederlande. Sie suchen einen ruhigen Platz. Zwar tobt der Dreissigjährige Krieg noch immer, aber die Schlachten finden nicht in den Niederlanden statt.  In Amsterdam malt Rembrandt an dem Gemälde "Die Anatomie des Doktor Tulp". Peter Paul Rubens malt das Bild "Der Liebesgarten". Bei diesen Meistern möchte Marco vorsprechen um bei ihnen zu lernen. 

Wir wünschen ihnen einen gesegneten Weg. Engel sollen sie begleiten und gute Menschen, die ihnen wohlgesonnen sind, sollen ihren Weg kreuzen. Es ist Sommer, sie haben noch Zeit, ihr Ziel zu erreichen, bevor der Herbst und der kalte Winter kommen werden.





Der Klostergarten in Seligenstadt

Sonntag, 8. Januar 2017


Lange erwartet, ist nun mein erster Roman „Aminas Welt“ in der Neubearbeitung auch als E-Book erschienen. Es wird in E-Book-Shops wie Apple iBooks, dem Amazon Kindle Shop, den Tolino Shops oder Google Play erhältlich sein, sowie in vielen anderen Online-Shops und bei über 2.000 Online-Buchhändlern.

Es erscheint mit der ISBN 9783743157828. Es wird für 14 Tage zum Promotionspreis von .99 EUR und danach zum Verkaufspreis von 6.99 EUR angeboten. 

Wer ist  Amina? Hier könnt Ihr über sie lesen, wer sie noch nicht kennt:


Der Dreißigjährige Krieg tobt in Europa.  Amina, Tochter einer tunesischen Prinzessin, lebt in Bukarest, Teil des Osmanischen Reiches im 16. Jahrhundert. Das kalte Klima hat ihrer Mutter zugesetzt und sie stirbt. Aminas  Vater wird umgebracht.  Sie  nimmt  ihr Schicksal an und entschließt sich, den Platz ihrer Geburt zu verlassen. Sie schlägt sich durch – quer durch Europa, vom Balkan zur  Mainebene, wo sie  in  Hörstein bleibt. Bald muss sie wieder  alles hinter sich lassen, denn sie wird eines Mordes verdächtigt. Wird sie Rettung finden vor den Häschern in Hörstein und den Truppen des Königs Gustav Adolf von Schweden? Welche Rolle spielen ihre Freunde, die Mönche in Seligenstadts Basilika? 



Freitag, 26. August 2016





Anyeta tut alles was in ihren Händen liegt, um ihr zu helfen. Sei es mit Rat, und auch mit heilenden Tees und Kräutern.
Sie tut es buchstäblich mit ihren Händen. Sie ist eine Magierin. Sie kann massieren, streicheln, Kräuter bestimmen und pflücken und daraus heilende Tees bereiten.

Sie hilft allen Rat suchenden, die bei ihr vorsprechen. Sie beschützt Samira vor neugierigen Eindringlingen und sorgt dafür, dass sie sich ausruhen kann und ihre Kräfte langsam wieder erlangt.

Auch Leon sorgt dafür, unmerklich aber trotzdem gegenwärtig.


Ihr Lieben, 

Lange ist es schon her, dass Ihr von mir gehört habt. Ich werde versuchen, hier regelmäßig zu schreiben und Euch berichten, wie es weitergeht mit Samira.

Ich schrieb zuletzt, dass Samira in der Türkei lebte. Richtiger ist es zu sagen, im Osmanischen Reich. Zu Ihrer Zeit, 1680 hatte das Osmanische Heer fast ganz Südeuropa erobert, sogar Rumänien und teilweise Bulgarien hatten sie unter ihre Herrschaft gebracht.

Ihr erinnert Euch, dass Samira am Meer angeschwemmt wurde, nachdem das Piratenschiff schiffbrüchig geworden war. Von den Piraten gab es keine Spur, Samira aber wurde wie durch ein Wunder von den Wellen ans Ufer gebracht. Am Strand von Silivri hatte Leon sie gefunden.

Sie fuhr nun mit den Romani, die ihr Zuflucht gewährt hatten in deren Vardo nach Rumänien. Die Großmutter Anyeta der beiden jungen Männer,  Leon und Mirko,  hilft Samira wieder gesund zu werden. Samira ist schwer traumatisiert, wie Ihr Euch vorstellen könnt. Es ist eine harte Zeit für sie, doch Anyeta tut alles was in ihren Händen liegt, um ihr zu helfen. Sei es mit Rat, und auch mit heilenden Tees und Kräutern.

Samira macht sich auch nützlich, sie kann nähen und so kümmert sie sich um das Flicken von Kleidung. 

Demnächst schreibe ich Euch, wie es weitergeht!



Freitag, 19. Februar 2016

Friday, February 2016

Good morning, dear friends,

Guten Morgen, liebe Freunde,

ich habe Euch lange vermisst und Ihr mich hoffentlich auch. Jedenfalls bin ich jeden Tag mit Amina beschäftigt und schreibe nun die Vorgeschichte zu "Aminas Welt" die Ihr ja schon kennt.

Zur Erläuterung, die Amina in der Vorgeschichte ist Samiras Amme, an die Samira sich in ihrem Exil immer liebevoll erinnert. Das führt dann dazu, dass sie ihr erstes Kind nach ihr nennt - Amina.

Aber soweit ist es noch nicht, wie Ihr wisst, wurde Aminas Mutter Samira geraubt, wurde als Schiffbrüchige gerettet und lebte dann in der heutigen Türkei, damals, im Jahr 1580,  das Osmanische Reich. 

Ich werde Euch hier von Zeit zu Zeit kleine Kostproben senden aus meinem Text und hoffe, Ihr gebt mir auch feedback...

hier nun aus dem Epilog, da springt Ihr mitten hinein in die Geschichte:




Der Tag des  Pfauenschreis im Garten blieb für immer in Samiras Gedächtnis eingegraben.  

Die Sonne war noch nicht aufgegangen.  Samira hatte eine unruhige Nacht erlebt, wenn sie die Augen öffnete, sah sie Gespenster, wenn sie sie wieder schloss, tauchte sie ein in unheimliche Träume, maskierte Männer verfolgten sie und lange Arme griffen nach ihr. Es gelang ihr jedes Mal, wegzulaufen und den Männern im letzten Augenblick zu entwischen. Sie bewegte sich in einer Wüste, kein Baum, kein Strauch bot Schutz. Heulender Wind trieb Sand vor sich her, Samira lief und lief und lief um ihr Leben.
Als sie erwachte, klebten die Nachtkleider an ihr,  sie hatte nur den einen Wunsch, sich abzukühlen, ins Wasser zu tauchen, ihr Gesicht am Springbrunnen im Garten ins Wasser zu halten.
Sie richtete sich auf und blickte um sich, alles war ruhig, nirgends sah sie diese schrecklichen Traumgestalten. Schnell holte sie frische Kleidung aus ihrer Truhe und warf die feuchten Nachtkleider auf den Boden. Schnell und lautlos kleidete sie sich an.
In jeder Minute, die sie wach war, wusste Samira, dass sie bis zum Äußersten aufmerksam sein musste. Ihre morgendlichen Ausflüge  zum Strand gehörten zu den Freiheiten, die sie sich nahm. Sonst konnte sie nur im Garten  herumstreifen, so weitläufig er auch war, blieb er ein Gefängnis, wenn auch luxuriös mit den Springbrunnen, freilaufenden Vögeln und alten schattigen Bäumen, unter denen Bänke zum Ausruhen warteten, stumme Zeugen vieler Ereignisse. Sie wurde ständig von ihrem  Diener Ahmed bewacht, zwar hielt er Abstand, er war aber da. Er folgte ihr überall hin, auch an den Strand.
Niemand war wach außer ihr. Im Nebenzimmer schlief ihre Amme Amina, die sich seit Kinderzeiten um sie kümmerte. Samira sehnte sich nach der frischen Meeresbrise, die würde ihren Kopf freiblasen von den unheimlichen Schemen, die sie im Traum verfolgt hatten. Schnell nahm sie noch ihren Spiegel, ein Kunststück aus geblasenem Glas, das die innere Metallschicht umhüllte. Sie blickte in ein blasses Gesicht, tiefe Schatten lagen unter ihren dunkelblauen Augen,  hellbraune Locken ringelten sich auf ihren Schultern.
Alles schien ruhig. So vorsichtig sie auch war, das  letzte bisschen Selbstständigkeit und Selbstbestimmung wollte sie sich nicht nehmen lassen. Sie schlich sich durch die Flure, dann die Treppen hinunter. Es war dämmerig, nur durch die schmalen Mauerschlitze, in die nicht mal ein Gewehrlauf passte,  drang etwas Licht hinein.

Ihre Mutter schlief in einem anderen Teil des kleinen Stadtpalastes, der einige Gänge von ihrem Raum entfernt war. Samira war froh darüber. Seit ihr Vater von den Osmanischen Eroberern umgebracht worden  war, quälten Depressionen und Weinanfälle ihre Mutter. Sie konnte die schrecklichen Szenen seiner Gefangennahme nicht vergessen, die Monate des Wartens und Hoffens, dass er zu ihr und Samira zurückkehren würde. Am Ende wurde ihr die Botschaft überbracht, dass man ihn getötet hatte. Sie erlitt sofort eine Fehlgeburt und war doppelt untröstlich.  Samiras Wunsch nach einem Bruder oder einer Schwester wurde wieder nicht erfüllt - es war nicht die erste Fehlgeburt ihrer Mutter.
Jeder wusste, dass man ihm  die Kehle aufschlitzte und ihn enthauptete, so wie es Osmanen zu tun pflegen, so, wie sie Tiere schlachteten, gingen sie auch mit Menschen um. Seitdem war ihre Mutter nicht mehr dieselbe gewesen. Es war schwer, dies jeden Tag auszuhalten. Einmal in der Woche kam der Arzt und redete Samira immer gut zu, geduldig mit ihrer Mutter zu sein. Samira half ihr, wann immer sie Hilfe brauchte, sie versuchte sie aufzumuntern, mit ihr im Garten spazieren zu gehen, dabei die Tiere zu beobachten. Es half wenig.
Sie erzählte ihr selten von ihren eigenen Morgenausflügen. Sie wollte die Warnungen nicht hören. Sie war sich so sicher, dass sie selbst auf sich aufpassen konnte.
Die Sonne erhob sich langsam aus der Horizontlinie. Wenn sie dieses Schauspiel sah, verstand sie immer, warum die  Ägypter die Sonne anbeteten und sie als Gott verehrten. Dieses Farbenspiel, diese unbeschreibliche Stimmungsvielfalt, die ein unsichtbarer Pinsel an die Leinwand des Himmels zauberte und das Tag für Tag, Jahr für Jahr, seit Urzeiten. Ehrfürchtig näherte sie sich der Gartenmauer, beinahe andächtig war ihre Stimmung. Weit in der Ferne bemerkte sie die Silhouette eines Segelschiffs, wie ein Scherenschnitt hob das Schiff sich ab gegen die Horizontlinie.
Sie kannte den Anblick der vorbeifahrenden Segelschiffe. Es waren oft Schiffe der gefürchteten Korsaren. Sie hatten die Seeräuberei an sich gerissen und operierten im Mittelmeer mit gefürchteten Raubzügen. Sie kaperten Schiffe der Hansestädte und fremden Ländern und forderten hohe Summen als Lösegeld für Sklaven und Waren. Sie brachten ihre Gefangenen dann zurück  nach Europa – hauptsächlich Frankreich, Spanien  und England, hatte man ihr erzählt.
Ein Reh kam näher und rieb seinen Kopf an ihrem Arm, gefolgt von zwei Pfauen, einem weißen und einem blauen. Lang schleppten die Schwänze hinter ihnen her. Ihre kleinen Köpfe ruckten in regelmäßigem Rhythmus nach vorn und zurück, sie schritten langsam und ruhig dahin. Bis einer von ihnen den Kopf hob und einen langgezogenen lauten schrillen Schrei ausstieß, noch zweimal,  dann flog er auf den nächsten großen Hibuskusbaum und blieb dort sitzen, fast unbeweglich, der Schwanz hing herab, die grün und blau schimmernden Federn vermischten sich mit dem orangeroten Blütenmeer des alten Baums.

Samira zuckte zusammen – dieser Schrei – das konnte nichts Gutes bedeuten. Ihr fielen vor Schreck die Ledersandalen aus der Hand und sie blickte hektisch um sich. Sollten die Schreie sie warnen? Ahmed war herbeigeeilt, ihrem treuen Diener entging nichts.
„Es ist nichts, Hoheit!“ sagte er schnell, „nur die Laune der Vögel!“
Samira nickte. Hoffentlich ist es so, wenn die Pfauen schreien, hat es immer einen Grund. Sie erinnerte sich an ihre Großmutter, die ihr das immer gesagt hatte.
Sie schaute hoch auf den Baum, der Pfau saß ruhig dort und blickte sie an aus seinen kleinen Augen.

Sie wollte sich den Morgen nicht durch den Pfauenschrei verderben lassen und war weiter zum Strand gegangen, wo sie langsam im tiefen Sand einen Fuß vor den anderen setze. Es war windstill, bloß ein leichter Lufthauch verfing sich in Samiras hellbraunen Locken, die sie zu einem losen Zopf geschlungen hatte. Sie hatte Gemälde gesehen, die Odalisken im Harem des Sultans in Konstantinopel zeigten, die alle diesen Haarstil trugen. Sie hatte auch viele Geschichten über diese wunderschönen Frauen gehört, die der Sultan um sich versammelte. Sie konnte sich nicht vorstellen, eine von vielen Ehefrauen eines einzigen Mannes zu sein und bemitleidete diese Wesen.
Sie war bei ihrem Baum angekommen, der seine dicken Äste über sie hielt und ihre elfenbeinfarbene zarte Haut vor der heißer werdenden Sonne schützte. Am Fuß seines Stammes bildeten zwei dicke Wurzeln eine Mulde, in die sie ihren Kopf betten konnte und ihren Blick über das Meer schickte. Sie trug immer ein Tuch bei sich, das sie falten konnte und ihren Kopf darauf legen, so dass der feine Sand seinen Weg nicht in ihr Haar finden konnte. Diese Zeit am Morgen gehörte ihr ganz allein, bevor sie ins Haus zurückkehren musste, um auf ihren Lehrer zu warten, der jeden Tag zu ihr kam. Sie hörte nur das Rauschen der Wellen, bewacht von Ahmed, der sich in der Hecke verbarg, die den Strand vom Garten abgrenzte. Dort beobachtete er sorgfältig die Gegend.








Samstag, 19. Dezember 2015



Sie geht wieder in Richtung Kräutergarten, ihre Augen gewöhnen sich schnell an die Dunkelheit, sie kennt ja ihren Weg, zum Gartenhaus, wo Marco auf sie wartet. Sie geht vorsichtig den dunklen Pfad entlang, am Kräutergarten vorbei, durch die kleine Pforte, die zum großen Teil des Gartens führt, zu den alten Bäumen auf der grossen Rasenfläche, am Ende sieht sie schon ein ganz schwaches Licht. Ein Talglicht, das nicht sehr hell brennt. Und ist das nicht Marco, der ihr da entgegenkommt? Ihr Schritt wird schneller, sie sieht die Umrisse eines Menschen klarer und hört ihren Namen – ja, es ist Marco, wie gut, dass sie das letzte Stück nicht allein gehen muss, „Amina, meine Liebste!“ und er hält sie ganz fest in seinen Armen, bedeckt ihr Haar, ihre Ohren, ihren Hals mit Küssen und hält sie so fest, als ob er sie nie mehr loslassen will. Es ist ihr, als ob sie schmilzt, als ob sie aufgeht in ihm. Dann nimmt er ihre Hand „komm, amore mio!“ und zusammen gehen sie ins Gartenhaus.